Nachwuchswissenschaftspreis der Deutschen Osteopathie-Stiftung
Mit dem Nachwuchswissenschaftspreis würdigt die Deutsche Osteopathie-Stiftung herausragende wissenschaftliche Arbeiten junger Forscherinnen und Forscher, die einen relevanten Beitrag zur Weiterentwicklung und Fundierung der Osteopathie leisten. Der Preis wird seit 2024 jährlich vergeben.
Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht der bislang prämierten Arbeiten. Aufgeführt sind jeweils die Preisträgerinnen und Preisträger, die Titel der ausgezeichneten Arbeiten sowie ein kurzes Abstract, das einen Einblick in die jeweilige Fragestellung und die zentralen Ergebnisse gibt. Die Arbeiten stehen exemplarisch für die Vielfalt, Qualität und Praxisrelevanz osteopathischer Forschung.
Wenn Sie weiterführende Informationen zu den ausgezeichneten Arbeiten wünschen oder Einsicht in die Arbeiten erhalten möchten, wenden Sie sich bitte an
info@d-os.de.
Die Deutsche Osteopathie Stiftung versteht die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses als einen zentralen Baustein für die nachhaltige Entwicklung der Osteopathie und freut sich, diese Arbeiten einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Preisträger 2023 und ihre Arbeiten:
Kategorie Masterarbeit:
Milena Windisch und Joana Fischer
"Wirksamkeit ganzheitlich osteopathischer Behandlungen bei Patientinnen mit einer Harninkontinenz" (randomisiert kontrollierte Studie) AbstractKategorie D.O.-Arbeit:
Anke Bruns und Jens Richterink
"Osteopathische Behandlung von Frauen mit Beckengürtelschmerz post partum" (PPGG) AbstractKategorie Bachelorarbeit:
Lea Winkler und Feline Hartmann-Knopp
"Besteht eine funktionelle Beeinflussung der Ossa temporalia durch die Ossa ilia?" (Grundlagenstudie) Abstract
Preisträger 2024 und ihre Arbeiten:
Masterarbeit:
Kathrin Elisabeth Huber M.Sc.
Systematischer Review zur Effektivität der osteopathischen Behandlung bei Fibromyalgie. Ihre Analyse von Studien zeigt, dass osteopathische Verfahren wie "Myofascial Release" und "Craniosacrale Therapie" eine kurz- bis mittelfristige Linderung von Schmerzen und eine Verbesserung der Lebensqualität bei von Fibromyalgie, sogenanntem Weichteil-Rheumatismus, Betroffenen ermöglichen.
AbstractBirte Panitzki M.Sc.
Osteopathische Leberdrainage und deren Einfluss auf Leberwerte. Die Untersuchung ergab, dass die Technik sicher angewendet werden kann und keine Hinweise auf eine Schädigung des Lebergewebes vorliegen.
AbstractPromotion: Dr. Lea Overmann
Faszienkontinuum und seine Rolle bei chronischen Nackenschmerzen und Depressionen. Ihre Studien zeigen, dass Faszien eine zentrale Rolle bei chronischen Nackenschmerzen und Depressionen spielen, dass die osteopathische Technik des Myofascial Release eine signifikante Schmerzreduktion bewirken kann und strukturelle Unterschiede im Fasziengewebe bei Patienten mit chronischen Schmerzen und Depressionen messbar sind.
AbstractDr. Andreas Brandl
Biomechanische Eigenschaften der Fascia thoracolumbalis und deren Bedeutung für Rückenschmerzen. Seine Forschung zeigt unter anderem, dass eine desorganisierte Faszienstruktur mit reduzierter Mikrozirkulation einhergeht und dass Myofascial Release den Blutfluss signifikant verbessern kann.
AbstractBachelorarbeit: Sophia Wolfertstetter B.Sc.
Osteopathische Behandlung von chronischem Tinnitus. Erste Hinweise darauf, dass eine individualisierte osteopathische Therapie die subjektive Belastung und Lautheit von Tinnitus positiv beeinflussen kann.
AbstractD.O.-Arbeit: Kirsten Rüdrich, Axel Vetter, Solveig Kriehmig
Einfluss osteopathischer Behandlung auf persistierende Symptome unter Hormonersatztherapie bei Frauen mit Hashimoto-Thyreoiditis. Die Studie zeigte, dass osteopathische Behandlungen über einen Zeitraum von 12 Wochen signifikante Verbesserungen bei Müdigkeit, Depressionen und Hauttrockenheit bei Personen mit einer autoimmun bedingten Entzündung der Schilddrüse bewirken können.
Abstract